Verfasst von: juliagoesweltwaerts | Juli 17, 2010

Reisetagebuch

1. Tag Ha Noi-Vinh, 260km: Auf gehts!

Heute ist es endlich so weit, es geht los auf die große, auf die letzte Reise. Mein Wecker klingelt, es ist sieben Uhr morgens. Höchste Zeit aufzubrechen. Nur leider schläft Christoph noch. Und schläft und schläft und… wacht dann um halb neun endlich auf, hinter der Tür seines verschlossenen Zimmers.

Anziehen, Frühstücken, Sachen aufladen. Und gegen zehn kommen wir mit ein paar Stunden Verspätung dann doch noch los. Weil 260 km vor uns liegen, die ersten 260km von ca. 2000 bis Ho Chi Minh City (HCMC, auch bekannt als Saigon), bin ich angespannt und dass es draußen regnet hebt die Fahrlaune nicht gerade.

Doch als wir zu zweit plus Gepäck unbeschadet auf Christophs Minsk am Motorbikeladen ankommen, hat es schon aufgehört. Ich bekomme mein Motorbike (das eigentlich ein Motorroller ist, da aber in Vietnam nur das Wort Motorbike existiert, nenn ich meine geliebte Honda Future Neo auch so), die Satteltasche, lade meine Sachen um, fahre eine Proberunde. Jetzt koennten wir eigentlich los. Wenn nicht schon wieder Mittagszeit waere und mein Magen knurren würde. Also noch kurz Treibstoff fuer mich, dann Treibstoff fuers Motorbike an der nächsten Tankstelle und los geht es- nächster Halt Ninh Binh, 93 km südlich von Ha Noi.

Ca 3 Stunden und Ha Noier Stadtverkehr plus das erste Stück Autobahn hinter uns, stoßen wir mit geeistem grünen Tee an. Die Sonne leistet uns jetzt Gesellschaft, der Fahrtwind weht zum Glück die Wärme weg.

Nach insgesamt acht Stunden Fahrt kommen wir in unserem ersten Nachtquartier, Vinh, an. Und wir lernen, was es heißt, ein Hotel zu suchen. Zu teuer, schon voll, zu teuer, schon voll… bis wir endlich auf ein Hotel stoßen, das noch ein Zimmer frei hat. Wir sind total fertig, wollen uns eigentlich nicht mehr bewegen, aber essen muss dann doch noch sein.

Und Fußballschauen. Die Achtelfinale beginnen, das koennen wir nicht verpassen! Okay, das Spiel um 1:30 Uhr nachts vielleicht… aber zumindest um 9 fiebern wir mit Korea mit, die leider verlieren…

Ab ins Bett, morgen muessen wir noch laenger fahren.

 

2. Tag Vinh-Hue, 300km: Scheiß Busse…

Am Morgen bestaetigt sich das Bild, das wir am Abend zuvor schon von Vinh bekommen haben- echt nicht besonders spannend oder schoen, trotz des kleinen Strandes. Unser Ziel heute ist Hue, die alte Kaiserstadt. Bis dahin sind es aber noch 300km.

Die Strecke unterscheidet sich nicht viel von gestern: Graue Straße, die durch Reisfelder, dann Dörfer, dann wieder Reisfelder, dann wieder Dörfer und so weiter führt. Von Christoph seh ich an diesem Tag nicht viel. Zwar bin ich mit meiner Honda auf geraden Strecken schneller als Christophs Minsk, doch Christoph fährt mit sehr viel Selbstbewusstsein, wenn es an Überholmanöver geht. Hat ja auch schon etwas mehr Übung als ich. Deswegen arbeitet er sich regelmäßig einen Vorsprung heraus, den er in der nächst größeren Stadt abarbeitet, in dem er im Standgas vor sich hinfährt, um auf mich zu warten.

Ich mach mir um ihn keine großen Gedanken, ich hab genug mit den Bussen zu tun. Die fahren wie die Irren, es ist unglaublich. Ich meine ist ja schön, dass sie sich andauernd gegenseitig überholen müssen, aber wenn plötzlich so ein Riesending voll auf dich zusteuert, weil es die gesamte gegenüberliegende Fahrbahn für das Manöver benötigt, kann man sich schon erschrecken. Es wird noch lustiger, wenn sie das nicht machen, weil sie überholen wollen, sondern nur aus Spaß an der Freude. Schnelle Schlenker auf den Standstreifen sind überlebensnotwendig.

Und dann passiert es. Noch 80km bis Hue, nicht mehr weit, ich fahre vor mich hin, Christoph natürlich außer Sicht, ein Bus halb neben, halb vor mir. Auf einmal zieht er rüber. Natürlich ohne in den Rückspiegel zu schauen, ohne zu blinken, ohne zu hupen. Und schon lieg ich nach einer Vollbremsung im Kies, das Motorbike auf mir. Ich hoere Leute rufen, ein paar Vietnamesen vom Restaurant vom Straßenrand kommen, um mir zu helfen. Sie heben das Motorbike hoch und ich höre nur „tay, tay, tay, tay!“- sie koenen es wirklich nie lassen…

Aber es sei ihnen verziehen. Mein blutendes Knie und mein blutender Ellenbogen haben nämlich meine gesamte Aufmerksamkeit.

Die Vietnamesen geben mir Reiswein zum desinfizieren und eine Paste, die ich auf die Wunde schmieren soll. Au, das tut weh. Und Christoph, der irgendwo weit vor mir gefahren ist, hat da Verbandszeug.

Ich rufe ihn an. Nach dem 5. Mal geht er ans Telefon und seufzt, als er wegen mir 10 Minuten zurück fahren muss. Wir wickeln mein Knie ein, das schon fast wieder aufgehört hat zu bluten, aber Schmerzwellen in alle Winkel meines Körpers aussendet. Wir setzen uns aufs Motorbike, die letzten 2 Stunden müssen wir noch schaffen.

Ein paar Minuten später kommen wir an der Grenze zu Südvietnam vorbei, eine überdimensionale vietnamesische Fahne, die im Wind weht, zeigt den Übergang an.

Es wird dunkel. Mist, ich mag es nicht, im Dunkeln zu fahren, weil nicht alle Motorbikes Licht anhaben und man bei zwei Lichtern nie weiß, ob das ein Bus ist oder zwei Motorbikes, die nebeneinander fahren und Straßenbeleuchtung gibt es hier nicht wirklich.

Doch wir schaffen es. Nach zehn Stunden Fahrt und jeglicher Kräfte beraubt, falle ich ins Hotelbett und schaff es noch, mich für Deutschland zu freuen, die gerade mit 4:1 gegen England gewinnen und die Glückusnch-SMS zu beantworten. Christophs letzte Orte vor dem Einschlafen: Morgen wird dir dein Knie erst richtig weh tun.

3. Tag Hue: Im Bett

Er hat Recht. Als ich aufstehen will, fall ich gleich wieder zurück ins Bett. Mein Knie ist riesig, blutet zwar nicht mehr, ist dafür aber von einer schönen Schicht Eiter bedeckt. An diesem Tag seh ich nicht mehr als einen Arzt, der mir bescheinigt, dass ich einfach einen Tag im Bett bleiben soll und es morgen dann schon besser sein würde.

Also bleibe ich im Bett. Aus unserem geplanten einen Tag in Hue müssen wohl zwei werden.

4. Tag Hue: Hue

Heute geht es tatsächlich schon besser. Kniebeugen sind noch nicht möglich, aber laufen geht schon wieder ganz gut. Also machen wir uns auf Entdeckungstour durch Hue. Wir besuchen den alten Kaiserpalast, fahren ein bisschen in der Stadt rum und schließlich zu den Kaisergräbern. Da wir mit eigenem Motorbike unterwegs sind, können wir am ersten touristenüberschwemmten Grab vorbeifahren und machen bei den mehr verfallenen, dafür aber auch verlassenen und in wunderchöner Berglandschaft liegenden Gräbern Halt. Christoph klettert auf eines, macht Fotos für mich, weil Klettern noch nicht wieder zu meinen Fähigkeiten gehört und dann machen wir uns auf den Rückweg, auf dem wir noch ein bisschen durch die Stadt Kurven, die mir wirklich gut gefällt. Ruhig, nicht zu touristisch, mit Wiesen zum Ausruhen, ein Hauch Geschichte überall gegenwärtig.

Das einzig Blöde ist, dass es hier die Ha Noier Essenspezialitäten nicht mehr gibt und die aus Hue uns nicht wirklich gut schmecken… dafuer leisten wir uns eine Pizza.

5. Tag Hue- Hoi An, 160km: Über den Wolken

Am nächsten Morgen besteigen wir wieder unsere Motorbikes, heute geht es auf die Etappe, auf die ich mich im Voraus am meisten gefreut habe, denn keine deutsche Reportage über Vietnam ohne den Wolkenpass. Die Straße zwichen Hue und Da Nang, dann Hoi An, windet sich an einem Berg, der sich wiederum ans Meer schmiegt, der Übergang wird von goldenem Sandstrand gebildet. Wir fahren heute ziemlich langsam, weil erstens hinter jeder Kurve den Berg hoch ein Bus auf deiner Spur lauern kann und zweitens, um die Landschaft und den Ausblick genießen zu können. Der Wolkenpass heißt Wolkenpass, weil er oft in Wolken gehüllt ist, an diesem Tag zum Glück nicht und weil er die Wettergrenze zwischen subtropischem und tropischem Klima bildet. Doch im Sommer ist es überall einfach nur warm…

In Da Nang suchen wir uns auf dem Markt Mittagessen und unterhalten uns mit einer Frau, bei der wir grünen Tee trinken. Und bekommen jetzt mit, wie weit im Süden wir schon ind. Die Sprache… Es ist als wenn ein Deutschschüler nach Bayern kommen würde. Man versteht nichts mehr… Bzw. werden wir noch verstanden, nur leider kann ich mit den Antworten auf meine Fragen nichts mehr anfangen.

Den Weg nach Hoi An finden wir trotzdem, weil sich ein Vietnamese anbietet, vorzufahren, weil er eh nach Hoi An muss. Schließlich erkenne ich die Straßen wieder, weil ich im Feburar schon hier war.

Die Hotelsuche… macht uns ziemlich wütend. Denn die Hotels sind teuer und in die „nha nghi“s, die billigeren Gästehäuser, die billig sind, weil sie auch stundenweise vermietet werden, lassen keine Westler rein. Der nha nghi Besitzer erklärt uns, dass er sonst Ärger mit der Polizei kriegt. Ahja… schon klar, die Weißen haben wegen ihrer Hautfarbe viel Geld und dürfen nicht in die billigeren Etablissements… Wir finden dann doch noch ein günstiges Hotelzimmer und erfahren später, dass viele nha nghis einfach die teure Lizenz nicht besitzen, die man braucht um Ausländer beherbergen zu dürfen. Nur in nicht Touristenstädten kümmern sich die meisten nha nghis und die Polizei nicht darum. Aber Hoi An ist eben die Touristenstadt schlecht hin.

6. Tag Hoi An: Immer diese Touris

Es nervt. Die Touristen, die zu viel Geld mitbringen und wegen denen dann alle Weißen abgezogen werden… ich schlafe erstmal den Vormittag durch, Nachmittag und Abend treffen wir uns mit den zwei dänischen Freiwilligen, die auch in Viet Tri arbeiten und auch gerade in Hoi An sind, ein schöner Abend mit bekannten Gesichtern außer Christoph ist nicht schlecht, wenn mensch 24 h am Tag aufeinander hockt.

7. Tag Hoi An- Quy Nhon, 250km: Wir wollen doch nur schlafen…

250km, wir fahren früh los, wir wollten es im Hellen schaffen. Wirr kommen auch tatsächlich noch im Hellen an doch wir brauchen ganze 3 Stunden um ein Hotelzimmer zu finden. Eigentlich wollten wir in unseren Hängematten am Strand schlafen, doch der einzige Zugang zum nahen Strand ist abgeriegelt. Also auf der Suche nach einem günstigen Schlafplatz. Doch die Stadt ist voll. Jedes Hotel hat keine Zimmer mehr, weil die Studenten gerade ihre Sommerferien begonnen haben und zur Feier der überstandenen Examen ans Meer fahren. Man kann es ihnen nicht verübeln, Quy Nhon ist eine schöne Stadt, doch leider wird sie mir verleidet, weil ich seit dem Frühstück nicht gegessen habe und müde bin. Schließlich beschließen wir, ein Stück aus der Stadt raus zu fahren und im nächsten Ort zu suchen. An der Stadtgrenze finden wir dann doch noch ein nha nghi, wo wir gleich zum Trinken und Fußballschauen eingeladen werden. Aber wir sind zu müde, kriegen noch mit, dass Brasilien tatsächlich gegen die Niederlande verliert und schon bin ich weggetreten

8. Tag Quy Nhon- Nha Trang, 200km: Diese Berge, dieses Meer…

Das gute an diesem Tag ist, dass wir schon morgens wissen, dass wir abends ein Hotelzimmer haben werden. Die Mutter einer Schülerin von Christoph und mir besitzt in Nha Trang ein Hotel, Zimmer für uns schon reserviert. Auch der Weg nach Nha Trang, DAS Reiseziel für vietnamesische Touristen, weil Nha Trang den schönsten Strand Vietnams haben soll, ist wunderbar. Sanfte Berge, das türkisblaue Meer, kleine Fischerdörfer, deren Boote im Meer fröhliche Farbflecken bilden. Eine schneeweiße Kirche und weite Wälder. Die Augen haben ein bisschen mehr zu sehen al nur graue Straße.

Wir kommen an die Kreuzung, an der der Abzweig nach Nah Trang ist. Ein Schild zeigt die Kilometerzahl nach Ha Noi, die wir schon geschafft haben, eine andere Kilometerzahl die nach HCMC, die wir noch vor uns haben. Genau da bleibt die Minsk auf einmal stehen. Das erste Mal seit Ha Noi, dass sie nicht mehr will. Doch 20 Minuten später hat Christoph das Problem behoben und wir fahren, was ich da noch nicht weiß, meine letzten Kilometer.

Mai, unsere Schülerin, begrüßt uns freudestrahlend und überschüttet uns mit Plänen, was wir doch alle machen können. Blöd nur, dass Christoph und ich eigentlich nur schlafen wollen…

9. Tag Nha Trang: Und wieder im Bett

Nicht nur wollen, sondern auch müssen. Christoph und mich hat es erwischt- nur mich etwas mehr als ihn. Während er sich mit Kopfschmerzen und Müdigkeit plagt, liege ich mit Fieber im Bett. Super… Ein Glück haben wir im Zimmer einen Fernseher mit Kabelanschluss und englischen Programmen.

10. Tag Nha Trang: Immer noch im Bett

Das Fieber ist weg, dafür spielt mein Magen verrückt. Und Deutschland, die 4 Tore gegen Argentinien schießen, auch. Ich bekomme wieder zahlreiche Glückwunsch-SMS von Vietnamesen, die ich nicht kenne oder schon lange nicht mehr gesehen habe. Ansonsten schlaf ich und es macht sich die Gewissheit breit, dass das in den nächsten Tagen mit den verbleibenden 450km Motorradfahren nichts wird, ich aber in einer Woche schon wieder in Ha Noi sein muss und ich HCMC auf keinen Fall verpassen will.

11. Tag Nha Trang : Schwere Entscheidung

Deswegen macht sich Christoph am nächsten Tag allein auf den Weg in die Berge. Ich verlagere meinen Schlafplatz dann tatsächlich auch einmal an den Strand, der gar nicht so überwältigend ist, jedenfalls verläuft die große, stark befahrene Straße gleich daran entlang. Abends lade ich mein Motorrad und mich selbst auf den Zug. Mais Mutter kümmert sich die ganze Zeit rührend um mich, trägt meine Tasche, wartet auf den verspäteten Zug mit mir. Und sie spricht Nordvietnamesisch, so dass ich mich wieder verständigen kann.

 

12. Tag  Ho Chi Minh City: Endlich!

Morgens um 7. Natürlich komm ich auf dem Weg von der Bahnstation zum Hotel genau in den Berufsverkehr. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, doch die Leute fahren hier noch verrückter als in Ha Noi… Doch ich komm ganz unbeschadet an, finde sogar relativ schnell einen Schlafplatz und nutze den dann auch gleich.

Nachmittags mache ich mich auf eine erste Entdeckungstour zu den Touristenpunkten in der Nähe- die französischen Markthallen, der Unabhängigkeitspalast, die Kirche Notre Dame. HCMC will mir nicht recht gefallen. Es fühlt sich an wie Viet Nam light, wie ein westliches Ha Noi, irgendwie unecht. Und außerdem nerven die Sonnebrillenverkäufer unglaublich…

Und dann verliert Deutschland auch noch gegen Spanien. Und dafür bin ich nachts um 1 aufgestanden…

13. Tag HCMC: Auf der Jagd nach dem Zugticket

Wieder zum Bahnhof, um mir das Rückfahrticket nach Ha Noi zu kaufen. 1 ½ Tage im Zug, das wollte ich schon machen seit ich in Vietnam bin. Dafür nehme ich auch gern die zwei Stunden Wartezeit in Kauf. Nur leider erklärt mir die nette Dame hinter dem Schalter, dass es bis Mitte nächster Woche keine Fahrkarten mehr gibt. Sonntag muss ich in Ha Noi sein, um das gemietete Motorrad zurückzugeben und Dienstag geht meine Arbeit wieder los.

Das heißt dann wohl fliegen… Mist. Aber wenn es nicht anders geht, geht es nicht anders…

 

14. Tag HCMC: Besuch im Peace House

In der Nacht ist Christoph auch wieder zu mir gestoßen, ziemlich durchnässt von seinem Ausflug in die Berge.

Zusammen machen wir uns zur Mittagszeit auf zum Peace House Saigon, zur Zweigstelle von VPV im Süden. Wir kriegen ein Mittagessen umsonst und einen Schlafplatz für die kommende Nacht angeboten. Super, und das noch in einem echt sauberen Haus, wie wir es vom VPV im Norden nicht gewöhnt sind.

Wir machen uns auf den Weg ins Kriegsmuseum, in der der Vietnamkrieg, der hier der „Amerikansiche Krieg“ heißt, aufgearbeitet wird. Natürlich ausschließlich von Viet Congseite.

Doch der Einsatz von Agent Orange, die Folter von gefangen genommen Soldaten, Massaker in kleinen Dörfern sind nicht erfunden, sondern Fakt und die Dokumentation dessen durch zahlreiche Fotos und ein konserviertes entstelltes Embryo im Glas hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Doch die Vietnamesen wären nicht Vietnamesen, wenn sie nicht draußen für zahlreiche Fotos vor den amerikanischen Panzern breit lächelnd posen würden.

15. Tag HCMC: Ein Stück Ha Noi

Nachdem wir irgendwie unser ganzes Gepäck plus uns beide auf die Minsk geladen haben, machen wir uns auf den Weg zum Peace House. Als wir nach einer kleinen Irrfahrt ankommen, ist die Tür verschlossen. Wir rufen an. Und kriegen gesagt, dass das alles gestern ein Missverständis war, wir hier nicht schlafen können. Den Ärger runtergeschluckt machen wir uns mal wieder und zum letzten Mal auf die Suche nach einem Zimmer und finden ein kleines Hotel in einer, wie wir später feststellen, echt schönen Gegend. Hier sieht es genauso aus wie in Ha Noi! Wir fühlen uns wohl. Dass wir dann aber doch im offeneren Süden sind, merken wir, als wir an einem Laden vorbeikommen, der nur Kondome verkauft. Wie ist das möglich? Im Norden gibt es die nur in der Apotheke, darüber mit meinen Schülerinnen beim Aufklärungsunterricht zu sprechen war schon hart und hier einfach so mitten auf der Straße.

Wir trinken Milk tea, genießen, dass wir mal wieder die einzigen Westler sind und trinken abends im Hotel mit dem Besitzer noch einen Reiswein.

16. Tag HCMC: Was, das war´s schon?

Am nächsten Morgen nach einer Schüssel Bun fährt mich Christoph zum Flughafen und nachmittags bin ich schon in Ha Noi. Mein Motorrad, das ich zwei Tage vorher auf den Zug verladen habe, wird morgen ankommen.

Ich genieße es sehr, mich wieder auszukennen und wieder Ha Noier Essen essen zu können. Xoi, Bun  dau, ah ist das gut. Leute treffen, die man kennt.

Am nächsten Tag hole ich da Motorrad ab, bringe es zum Ausleiher zurück, spaziere ein paar Mal um den Hoan Kieme See.

Besser wird es nur, als ich wieder in Viet Tri bin, wo ich gleich damit beschäftigt bin, meine Freunde, die ich schon vermisst habe, wieder zu treffen und meinen letzten Monat hier würdig zu beginnen…

Abends gehe ich mit Lina ein Bier trinken, wo wir gleich wieder neue Leute kennen lernen, die uns zum Wespenessen einladen. Ja, ich weiß, ich bin Vegetarierin, aber… Die Wespen musste ich zumindest mal probieren. Und sie haben gut geschmeckt. Wirklich!

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